Amadeo Colonnello
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Verkehrshaus Luzern
Am 24. November 2010 trafen wir uns (die vier Lernenden von Swissport), zusammen mit unseren Berufsbildnern und Olivier Matthey (Chef vom Swissport Basel) früh morgens auf dem Bahnhof SBB in Basel. Ziel des Tages war das Verkehrshaus in Luzern, wo wir einiges über die Welt des öffentlichen Verkehrs erfahren durften.
Während einem reichhaltigen, von Swissport offerierten Frühstück, bestehend aus Kaffee und Gipfeli, genossen wir die idyllische Schneelandschaft der Strecke Basel – Luzern. Im Verkehrshaus angekommen, wurden wir von einer freundlichen Mitarbeiterin begrüsst und gleich in die Materie des öffentlichen Verkehrs eingeführt. Als erstes erkundeten wir den Bereich des Luftverkehrs. Dies beinhaltete die Besichtigung verschiedener Flugzeugtypen und die Geschichte der Entstehung des Flugverkehrs. Besonders interessant waren die interaktiven Aktivitäten, wie zum Beispiel der Flug-, bzw. Helikoptersimulator oder der Eignungstest für den Beruf des Cabin Crew Members. Später besichtigten wir noch diverse Zugtypen von der Entstehung bis in die Gegenwart, ja sogar bis in die Zukunft des weltweiten Schienenverkehrs. Noch vor dem Mittag erlebten wir in Form einer Gotthardtunnelschau eine interaktive Zeitreise zurück ins 19. Jahrhundert. Nach diesem einzigartigen Erlebnis gingen wir erstmal was essen, und konnten nachher die einzelnen Bereiche nach individuellem Interesse erneut besuchen. Besonderen Anklang fand vor allem der sehr realistisch wirkende Flugsimulator. Trotz des manchmal interessanten Flugstils landeten alle Piloten wieder auf dem Boden der Realität… Langsam machten wir uns auf den Weg Richtung Kappelerbrücke, wo wir uns zwischen fotografierenden Japanern auf die andere Seite der Reuss kämpften. Als sich der Tag langsam dem Ende zuneigte, machten wir es uns im Zug zurück nach Basel bequem und begaben uns auf den individuellen Heimweg.
Alles in Allem hatten wir einen sehr spannenden und interessanten Ausflug und machten das Ereignis zum Erlebnis. Ein herzliches Dankeschön gilt an dieser Stelle an Maxie und Frau Ruggaber (Human Resscources Swissport Basel), die den Ausflug gemeinsam geplant und organisiert haben!
(Text: Amadeo, Maxie, Anja, Mirka - Lernende von Swissport / Ausflugsbericht für die aerosol, die Zeitung für Swissport-Mitarbeitende)
Auf die (Arbeits-)Plätze, Fertig - Los!
Nebst meinem Lehrplatzwechsel Anfangs August haben auch die Lernenden im 1. Lehrjahr schon bald ihren Basiskurs hinter sich und können endlich richtig in den Berufsalltag starten. Ich mag mich noch genau erinnern, als ich vor einem Jahr an ihrer Stelle stand und mich auf den ersten Tag im Betrieb gefreut habe. Und dann, nach der interessanten login-Woche in Sursee und dem 4-Wöchigen Basiskurs in der Berufsschule war es soweit - endlich an den eigenen Arbeitsplatz. Am meisten habe ich mich auf den Kundenkontakt und auf die Teamarbeit mit den anderen Lernenden gefreut... Jetzt seit ihr dran!
Ich wünsche allen Lernenden im
1. Lehrjahr einen guten Start am
Arbeitsplatz und ein erfolgreiches
erstes Semester !!!
"Swissport Lost & Found, guten Tag..."
Mit dieser Begrüssung werde ich im Lost & Found Büro der Swissport International Ltd. Station Basel am EuroAirport Basel - Mulhouse ab sofort am Telefon zu hören sein. Denn seit Anfang August arbeite ich für Swissport, einer der über 50 Mitgliedsfirmen von login. Dort bin ich zuständig für fehlendes, gefundenes oder beschädigtes Gepäck, sowie für verlorene und gefundene Gegenstände. Meine hauptsächliche Arbeit besteht daraus, diese im entsprechenden System (WorldTracer, BagAssistent etc.) einzutragen und nach übereinstimmenden Verlust- bzw. Fundmeldungen zu suchen, und diese zu verarbeiten. Gleichzeitig bediene ich die Kunden am Schalter und nehme Rapporte über fehlende oder beschädigte Gepäckstücke auf und informiere die Kunden über das weitere Vorgehen. Des Weiteren stehe ich für jegliche Fragen seitens der Passagiere zur Verfügung.
Die ersten fünf Tage am neuen Arbeitsplatz habe ich damit verbracht, die Bedienung und die Funktionen der gängigen Systeme WorldTracer und BagAssistent kennen und beherschen zu lernen. Nach dem positiven Ergebnis des Abschlusstestes hiess es auch gleich: ins Büro und loslegen. Und so habe ich meine ersten Kunden bedient.
Was ich an diesem Arbeitsplatz am meisten schätze, ist die Anwendung der Fremdsprachen. Da wir uns im internationalen Flugverkehr befinden und Swissport der Handling Agent verschiedenster Airlines ist, haben wir dementsprechend viele nicht-deutsch-sprechende Kunden. Ich denke ich habe hier eine super Möglichkeit, meine angeeigneten Fähigkeiten mit Fremdsprachen zu praktizieren und konstant zu verbessern. Wo lernt man eine Sprache besser als in der Praxis?
"Der Match beginnt bereits in der Kabine!"
...und der Zusammenhang zu meinem Arbeitsalltag
Dies war der Satz, der mein Trainer (als ich damals noch Fussball gespielt habe) immer und immerwieder gesagt hat. Und das habe ich auch gestern im Fussballspiel FC Basel - FC Zürich erlebt: Als die Spieler aus der Kabine kamen und ihre Position auf dem Spielfeld einnahmen, tobte das ganze Stadion. Vor Allem die Fans in der Muttenzerkurve liess sich nicht davon abhalten, ihre Fahnen zu schwingen und die ersten Feuerwerkskörper zu entzünden. Doch die Spieler des FC Basel liessen sich in keiner Minute ablenken und starteten voller Elan und top motiviert in die erste Halbzeit. Ihre Konzentration beschränkte sich ausschliesslich auf das Spielfeld - und sie hatten nur noch die Mitspieler, den Ball und das Tor im Fokus. Schlussendlich haben sie den FC Zürich nach einem spannenden und torreichen Spiel mit 3:2 bezwungen. Ein verdienter Sieg nach einer grandiosen Leistung. Bravo!
Noch ein wenig müde, machte ich mich heute auf den Weg zur Arbeit. Und hier stellte ich einmal mehr fest, dass sich genau dieser Satz nicht nur auf Fussball bezieht - Ja, auch meine Arbeit beginnt bereits auf dem Arbeitsweg... Vor Allem, wenn man in Uniform unterwegs ist und sich somit eindeutig als SBB-Mitarbeiter identifiziert. Als ich heute Morgen in der überfüllten S-Bahn stand, welche gerade in Liestal einfuhr, öffneten sich die Türen und ein junges Pärchen wollte einsteigen. Als sie mich in Uniform vor ihnen gesehen haben, haben sie sich erstmal total erschrocken. Sie grüssen mich freundlich, und ich grüsste selbstverständlich freundlich zurück. Die Frau hat sofort ihre Handtasche gezückt und wild darin herumgewühlt. Nach einigen Sekunden zog sie zwei Fahrkarten hervor. Sie schienen nicht von der Gegend zu sein, denn sie kannten sich nicht wirklich aus und waren somit total verunsichert, ob sie auch wirklich das richtige Ticket gelöst hatten. Sie streckten mir die Tickets entgegen und fragten, ob sie richtig sind.
Es ist zwar nicht wirklich mein Job, aber das kann sie ja nicht wissen, denn ich trage schliesslich die offizielle Uniform der SBB und repräsentiere somit ein Teil des Unternehmens. Also warf ich schliesslich einen Blick auf ihr Ticket und erkundigte mich, wohin sie denn gerne gehen würden. Die Strecke entsprach genau den auf dem Billett genannten Zonen - das Ticket war somit okay. Trotz dem freundlichen und ehrlichen Eindruck des Paares kontrollierte ich noch kurz die Zeit bzw. die Gültigkeit, in der das Ticket gelöst wurde. Auch da waren keine Mängel aufzuweisen... Ich lächelte sie freundlich an und teilte ihnen mit, dass sie für ihre Fahrt das richtige Ticket gelöst hatten. Sie waren zufrieden, steckten die Billette wieder ein und suchten sich einen Platz.
Es ist keine Minute vergangen, kämpfte sich die nächste junge Dame durch das Volk und fragte mich verunsichert, wie weit sie mit ihrem Ticket denn genau fahren kann... Lag das daran, dass sie den Dialog verfolgt hat und ein gewisses Mass an Respekt gegenüber Zugbegleiter und Billetkontrollen aufbringt, oder doch eher an der Sympathie meinerseits? ;-) Wie auch immer. Selbstverständlich habe ich auch ihr ausführliche Auskunft über ihr Ticket gegeben, sodass sie beruhigt weiterfahren konnte.
Dementsprechend verwundert war sie auch, als ich nach Antritt der Fahrt keine Kontrolle gemacht habe... Sie fragte nach: "Ah, sie machen gar keine Kontrolle?" Ich antwortete mit einem Lächeln: "Nein, ich bin lediglich auf dem Weg zur Arbeit, ich arbeite im Bahnreisezentrum in Pratteln, am Billetschalter..." Sie lachte, und bedankte sie sich nochmals für die freundliche Auskunft - ausserhalb meiner eigentlichen Arbeitszeit... In Pratteln angekommen verabschiedete mich von ihr und wünschte ihr noch einen schönen Tag. Ich stieg aus und machte mich auf den Weg zur eigentlichen Arbeit...
Es freut mich sehr, dass es noch Leute gibt, die das nicht als Selbstverständlich betrachten. Aber dennoch rechne ich jederzeit damit, dass ich - wenn ich in Uniform unterwegs bin - angesprochen werde. Schliesslich bin ich in Uniform ein Teil des Unternehmens - ein Teil der SBB, egal ob Arbeitszeit, oder nicht...
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