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Christian Hauser

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Eine SMS und der Zug fährt ab

In diesem Monat arbeite ich auf dem Zug als Zugbegleiter. In dieser Zeit reise ich kreuz und quer durch die Schweiz: Mal nach Genf, mal nach Basel oder nach Interlaken. Dabei gibt es viel zu lernen: Wie errechne ich das richtige Bremsgewicht des Zuges, wie führe ich eine Bremsprobe durch oder auch "einfachere" Dinge: Wie informiere ich unsere Kunden richtig über Ihre Anschlüsse?

Das eigentliche Thema in diesem Blogartikel ist jedoch etwas speziellerem gewidmet, was es nur an einzelnen Bahnhöfen zu sehen gibt: Den SMS-Abfertigungsbefehl.
Züge mit Zugpersonal werden in den meisten Fällen durch dieses abgefertigt. Das bedeutet: Wir sind verantwortlich dafür zu prüfen ob das Signal Fahrt zeigt, ob die Abfahrtszeit erreicht ist und ob die kundendienstschaftliche Bereitschaft hergestellt ist - sprich: ob alle Leute ein- und ausgestiegen sind.

Es folgt ein Achtungspfiff, mit dem Vierkantschlüssel wird der Abfahrbefehl 'beleuchtet' und wir schliessen - nachdem wir geprüft haben ob nicht noch jemand in den Zug einsteigt - die Türen. Doch an einzelnen Bahnhöfen sucht man die orangen Abfertigungslasten vergeblich, sie wurden abmontiert. Auf einigen Linien ersatzlos gestrichen (z.B. Langnau-Malters, das Zugpersonal fertigt mit einer Schrillpfeife ab) oder aber mit einer neuen Technik, dem so genannten SMS-Abfertigungsbefehl, ausgerüstet.

Wie funktioniert das?

Sobald das Signal Fahrt zeigt, die Abfahrtszeit erreicht wird und die kundendienstliche Bereitschaft sichergestellt ist, sendet der Zugchef ein SMS mit dem Abfahrbefehl an den Lokführer.

Twitterer @michu stellt sich dies so vor: "He Housi! Chasch schüü gä! ;-) LG Peschä"

Doch ganz so «locker» geht das nicht zu und her bei den SBB. Meist kurz vor der Ankunft im Bahnhof erhält der Zugchef auf sein Diensthandy eine Nachricht mit der Zugnummer, der Abfahrtszeit und der Meldung aus welchem Gleis die Ausfahrt einestellt wurde. Zusätzlich steht am Schluss "Abfahrt möglich".
Das Zugteam begibt sich am Halteort auf das Perron und der Prozess der Abfertigung nimmt den gewohnten Lauf. Bis auf die Sache mit dem Abfahrbefehl. Nach dem Achtungspfiff muss der Zugchef nämlich nicht mehr zum Kasten laufen und den Schlüssel drehen sondern zweimal auf die Nachricht tippen und schon wird dem Lokführer auf dem Bedienbildschrim des Führerstands der Befehl "Zug [Zugnummer] abfahren" angezeigt. Der Lokführer muss noch prüfen ob die Türen geschlossen sind und dann kann er abfahren.

Diese ganze Sache hat Vor- und Nachteile:
+ Man muss nicht mehr zum Abfertigungskasten laufen (an einigen Bahnhöfen sind diese Kasten seeeehr rar)
+ Man weiss meist schon vor der Ankunft ob die Ausfahrt möglich ist
+ Man kann den Abfahrbefehl während des Einsteigens abschicken
Aber:
- Hat sich der Zugchef oder der Lokführer mit einer falschen Zugnummer via GSM-R angemeldet, erhält einer der beiden keine Nachricht.
- Zum Abfertigen benötigt man nicht nur noch Pfeife, Vierkantschlüssel und die gelbe Karte oder das weisse Licht (wenn zusätzlich zum Zugchef noch eine andere Person für die Kontrolle dabei ist) sondern auch noch das Diensthandy.
- Funktioniert das System einmal nicht bleibt als Alternative nur die Schrillpfeife.
Mein Gesamteindruck vom Zug ist enorm positiv. Weitere Artikel über meine Einsatztage auf dem Zug folgen.

Wenn Ihr Fragen zur Arbeit auf dem Zug habt, dürft ihr mir diese gerne via Kontaktformular stellen.

Auf Bald!
Christian Hauser

Mord im Verkehrshaus

Zugegeben, nicht ganz. Aber mindestens genau so spannend war ist die folgende Geschichte.

Die Eröffnung der neuen Ausstellung von login im Vekehrshaus Luzern ging ohne Probleme über die Bühne. Wir hatten bereits Kontakte mit den Angestellten des Verkehrshauses geknüpft und konnten so unter anderem in den Führerstandssimulatoren von BLS, SBB und RhB im Experten-Modus unsere Kenntnisse der Vorschriften testen.

Unser Einsatz war vorbei, wir wurden verabschiedet und gingen in Richtung Ausgang.

Wir hatten unser Gepäck in einem Schliessfach für Gruppen deponiert, gingen zu diesem und wollten unsere Sachen abholen.

Alle nahmen ihre Taschen aus dem Schliessfach als Alina plötzlich fragte: "Chrigu, hesch du mini Täsche scho gno?" - Ich hatte die Tasche jedoch nicht genommen, auch niemand der anderen Messeteam-Mitglieder hatte Alina's Tasche gesehen. Liegt die Tasche etwa noch beim Stand, hatte sie Alina dorthin mitgenommen?

Sämtliche Möglichkeiten wurden überprüft und wir gingen einige Male durch die Ausstellungshalle. An jedem Platz an dem wir gewesen waren schauten wir genau hin, ob die Tasche dort irgendwo liege. Doch auch nach einer fast halbstündigen Suche konnte niemand einen Erfolg vermelden.

Also blieb uns nichts anderes übrig, als den Verlust der Tasche bei der Information zu melden. Alina geriet verständlicherweise etwas in Panik, schliesslich war in der Tasche nicht nur der Hausschlüssel sondern auch ihre "Fahrvergünstigung International", den sie einige Tage später für ihren Sprachaufenthalt benötigte. Ich bemerkte eine Überwachungskamera in der Nähe der Schliessfächer und fragte bei der Information, ob diese Aufnahmen irgendwo gespeichert werden.

Der Sicherheitsdienst wurde benachrichtigt und nach wenigen Minuten war plötzlich klar, dass Alina die Tasche nicht verloren hatte, sondern dass diese ihr gestohlen wurde! Der Sicherheitsdienst erkannte, dass die Täter die Tasche aus dem Schliessfach genommen hatten. Weitere Details erfuhren wir nicht, die Polizei wurde informiert und kam sogleich ins Verkehrshaus. Einen solchen Fall habe er noch nie gesehen, sagte uns der Verantwortliche. Die Täter hätten die Tür unten aufgebogen und die Tasche herausgezogen. Da Alina's Tasche die kleinste war und zu unterst lag, war sie leichte Beute.

Als die Polizei eingetroffen war, öffnete der Sicherheitsverantwortliche mit einem Generalschlüssel ein gegenüberliegendes Schliessfach. Die Täter hätten die Tasche wahrscheinlich dort deponiert, so sei es auf jeden Fall auf den Überwachungsbildern zu sehen.

Und tatsächlich: Im dritten Schliessfach lag Alina's Tasche. Der Inhalt war im gesamten Schliessfach verteilt, nach einer Kontrolle von Alina hatten wir jedoch die Gewissheit, dass nichts gestohlen wurde.

Alina machte auf Empfehlung der Polizei eine Anzeige gegen Unbekannt.

Im Eingangsbereich des Verkehrshauses befinden sich Bildschirme, die die Aufnahmen aus der Media Factory zeigen. Alina stand gemeinsam mit der Polizei unter diesen Bildschirmen als Alina plötzlich den Täter auf diesen Bildern anhand der Beschreibungen der Polizei erkannte. Der Täter war doch tatsächlich so dumm (Excusé für diesen Ausdruck) und zeigte sich in der Media Factory.

Wie sich die ganze Geschichte für den Täter entwickelt hat, entzieht sich leider meiner Kenntnis. Dies ist Gegenstand der immer noch laufenden Ermittlungen.

Das Fazit: Grosser Aufwand, Bilder des Täters und die Erfahrung, dass das Team des Verkehrshauses Luzern enorm hilfbereit ist und ohne grosse Bürokratie geholfen hat.

Im Namen des Messeteams von login möchten wir uns auf diesem Weg beim Team des Verkehrshauses Luzern und der Stadtpolizei Luzern für ihre unkomplizierte und schnelle Hilfe bedanken! Danke viu mau!

Alina & Chrigu

Tasche wiedergefunden - Die Erfolgsstory kann weitergehen. ;-)

Dank der Arbeit quer durch die Schweiz

ICN bei Wassen

Die SBB geht mit der Zeit. Und wer mit der Zeit geht, verändert sich. So auch die SBB Infrastruktur.

1920 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen täglich dafür, dass die Züge der SBB pünktlich ihr Ziel erreichen.

Von diesen 1920 Personen arbeiten 330 Personen in der Abteilung "Überwachung". Die Überwachung gewährt die Sicherheit und Verfügbarkeit des Schienennetzes der SBB. Seit Anfang 2010 arbeitet die Infrastruktur und damit auch Überwachung im Rahmen von Infra 2014 mit neuen Strukturen.

Meine Aufgabe seit meinem Start bei Anlagen und Technologie bestand in der Planung und Organisation von fünf Mitarbeiter-Informationsanlässen in der gesamten Schweiz.

Ich stand vor einer völlig neuen Herausforderung: Ich hatte noch nie einen solchen Anlass organisiert. Es galt, von der Teilnehmerliste bis zum Apéro alles zu organisieren.

Die Planung.

Ich holte bei verschiedenen Seminarhotels Offerten ein. Weil ich aber nicht wusste, wie viele Personen an den vier Veranstaltungsorten kommen würden, gab ich jeweils nur Schätzungswerte an.

Die Organisation für den Anlass im Tessin (Giubiasco) durfte ich an das Sekretariat in Bellinzona abgeben - "Prossima Fermata" (auf Deutsch: Nächster Halt) gehört zu den wenigen italienischen Wörtern, die ich beherrsche.

Nach und nach trafen aus den Städten Zürich, Bern und Lausanne die Offerten ein. Ich kontrollierte ob auf den Offerten auch wirklich alles aufgeführt war, welches ich auf meinem Factsheet aufgeführt hatte, welches ich bei der Anfrage jeweils direkt mitgeschickt hatte. Auf diesem stand unter anderem die voraussichtliche Teilnehmerzahl, der Platzbedarf für Gruppenarbeiten oder wie das Apéro auszusehen hatte.

Das erste Seminarhotel in Zürich sendete mir eine sehr professionelle Offerte. Das Seminarhotel stand zum Verkauf - hätte man meinen könnten, angesichts des Preises. Nachdem ich von einem anderen Seminarhotel eine etwas günstigere Offerte zugesendet bekam, sendete ich eine höfliche Absage an das erste Seminarhotel:

«[...] Leider haben wir uns in diesem Fall gegen Ihre Offerte entschieden. Wir werden Sie selbstverständlich auch in Zukunft wieder bei der Planung unserer Anlässe berücksichtigen. [...] »

Die weiteren Offerten waren jedoch in einem 'normalen' Rahmen, so konnte ich diese bestätigen und eine Einladung schreiben. Diese Einladung konnte ich direkt in die Regionen verschicken, welche mir die Teilnehmerlisten zurückschickten.

Die Durchführung.

Der erste Mitarbeiteranlass rückte immer näher. Ich druckte also Plakate und Namensschilder und machte alles bereits für die Mitarbeiteranlässe.

Erster Halt: Olten.

Rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich für den Mitarbeiteranlass in Olten angemeldet. Der Saal war bereit, die Präsentation ging reibungslos über die Bühne und das Wasser wurde dank den speditiven Mitarbeitern des Seminarhotels auch nicht knapp.

In der Pause füllten ich und Chayenne, meine Mitlernende, Glas um Glas mit Wasser. Plötzlich tauchte die Moderatorin auf und gab die Anweisung, die Flipchart-Ständer zu verschieben. Nur mit Mühe konnte ich sie davon überzeugen, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jetzt durstig seien und ich Flipcharts auch kurz vor Ende der Pause noch verschieben könne.

Der gesamte Anlass ging schlussendlich gut über die Bühne und nach dem Apéro gingen die Mitarbeitenden gut informiert nach Hause.

Weitere Halte: Giubiasco, Zürich, Bern und Lausanne

Ausser in Lausanne waren Chayenne und ich an allen Anlässen auch mit von der Partie. Kreuz und quer reisten wir dafür durch die Schweiz und konnten so unsere Geografie-Kenntnisse auffrischen. An den Anlässen waren wir jeweils für die Vorbereitung, die Pausen und das Apéro zuständig. Dabei mussten wir während der Präsentation nicht mehr anwesend sein. Und ich muss ehrlicherweise zugeben: Zum Glück nicht. Die erste Präsentation war noch spannend, weil auch wir die Informationen zum ersten Mal hörten. Beim zweiten Mitarbeiteranlass kämpfte ich bereits gegen einen Mix aus Langeweile und Müdigkeit (wegen der langen Zugfahrt ins Tessin), nicht auszudenken was passiert wäre, wenn ich auch noch ein drittes Mal die Präsentation hätte anhören dürfen. ;-)

Es ist ein grosser Unterschied, ob man mit den Mitarbeitenden im Büro in Bern zu tun hat oder mit den Menschen, die täglich 'draussen' dafür sorgen, dass die Züge fahren können. Beim Apéro in Giubiasco erfuhr ich zum Beispiel einige spannende Facts über die Gotthardstrecke, in einem Gemisch aus Deutsch und Italiensch (obwohl ich nur eine Handvoll Wörter Italienisch verstehe..).

Seit den Mitarbeiteranlässen ist es jetzt schon einige Zeit her und ich bin bereits an der Vorbereitung der nächsten Veranstaltungen. Doch diese Anlässe werde ich nicht mehr persönlich zu Ende führen, sondern die Lernende, die ab Februar meinen Lehrplatz einnehmen wird.

Auf Herz und Nieren geprüft.

Damit die 900'000 Reisenden der SBB sicher und pünktlich ihr Ziel erreichen, müssen die Fahrwege, also die Gleise und die Fahrleitungen, in einem einwandfreien Zustand sein.

Noch heute gibt es dafür die Streckenwärter, die die Gleise regelmässig auf Unregelmässigkeiten, wie zum Beispiel einen Schienenriss, absuchen.

Auf Strecken mit hohem Verkehrsaufkommen, wie zum Beispiel auf der Neubaustrecke, wo die Züge im 2,5 Minuten-Takt zwischen Mattstetten und Rothrist mit 200 km/h die Reisenden befördern, wäre der Job eines Sicherheitswärters kein Zuckerschlecken. Für die SBB gehört die Neubaustrecke (NBS) zu den wichtigsten Verkehrsachsen und muss deshalb stets in einwandfreiem Zustand sein, damit keine Unfälle passieren können.

Auch auf der NBS wurde der Streckenwärter noch nicht ganz verbannt. Jedoch kommt dieser erst zum Einsatz, wenn das Fahrzeug mit der Bezeichnung XTmass 99 85 9 160 001-5 seinen Dienst getan hat. Hinter dieser Bezeichnung steht das Mess- und Diagnosefahrzeug der SBB Infrastruktur, auf welchem ich und Chayenne, meine Mitlernende bei I-AT-FU heute mitfahren durften.

 

Ein Fahrzeug voller Technik

Um 08.00 Uhr startete die Fahrt mit dem Mess- und Diagnosefahrzeug im Depot in Bern Ausserholligen. Einmal durch den Bahnhof Bern und durch den Grauholztunnel ab auf die Neubaustrecke (NBS) Mattstetten-Rothrist.

Während die InterCity-Züge mit 200 km/h über die NBS brausen, fährt das Mess- und Diagonsefahrzeug 'nur' 120 km/h. Bei 200 km/h wäre es für die Messgeräte nicht möglich, die Daten korrekt zu erfassen. Die Höchstgeschwindigkeit des dieselangetriebenen Fahrzeugs liegt übrigens bei 160 km/h.

Die Fahrt über die NBS dauerte wegen der verminderten Geschwindigkeit dann auch nicht 20 Minuten wie bei den InterCity-Zügen sondern rund 35 Minuten. Nach einer kurzen Pause in Olten ging es bereits weiter. Die Ausbaustrecke Solothurn-Wanzwil, welche mit den einzigen zwei Weichen mit der rund 57 Kilometer langen NBS verbunden ist, stand auf dem Programm.

Da das Wetter regnerisch war und noch Schnee auf den Schienen lag, war eine Messung der Schienenköpfe nicht möglich. Dies hinderte das Fahrzeug aber nicht daran, weiter Daten zu sammeln. Sind die Fahrleitungen in Ordnung? Gibt es an der Fahrbahn Schäden? Um dies zu überprüfen zeichnen drei Kameras die gesamte Fahrbahn auf - ein spezielles Programm durchsucht nach dem Messtag die Fahrbahn automatisch nach Schäden und erstellt Factsheets über die möglichen Schäden.

Nach einem Messtag mit dem Mess- und Diagnosefahrzeug haben sich unzählige Gigabite Daten angesammelt. Alleine die Endlosfoto der Fahrbahn benötigt pro Kamera zirka 10 Gigabite Speicherplatz!

Etwas ausserhalb des Bahnhofs Solothurn gab es eine kleine Pause, bevor es weiter zurück in Richtung Olten ging, wo wir wieder kurz wendeten und "auf der anderen Seite" der doppelspurigen Neubaustrecke direkt nach Spiez fuhren. Ohne Halt über Bern, wie ihr auf folgendem Video seht.

"Ab dür ds Loch!"

Ab Ostermundigen bis Spiez wurden die Messgeräte ausgeschalten. Messungen ausserhalb der NBS/ABS oder des Lötschberg-Basistunnels (LBT) werden nur halbjährlich durchgeführt und nicht jede zweite Woche.

Die Fahrt durch den LBT war spannend. Durch die verminderte Geschwindigkeit konnte man aus dem Führerstand die beiden Nothaltestellen mitten im Tunnel sehr gut sehen. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man fast meinen, es sein ein unterirdischer Bahnhof. Es fehlen nur noch die Bahnhofstafeln ("Mitholz" bzw. "Ferden") und Zuganzeigemonitore (wenn möglich mit der Anschrift "Vorsicht Zugdurchfahrt") und schon wäre die Illusion perfekt. ;-)

 

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Es war ein spannender Tag auf dem Mess- und Diagnosefahrzeug - Weitere Informationen über die Nothaltestellen im Lötschberg-Basistunnel gibt es auch bei SF einstein und über das Mess- und Diagnosefahrzeug in dieser Broschüre.

Visp wird übrigens ab Februar 2011 mein Arbeitsort - Ich werde also noch oft durch den Lötschberg fahren und ihn grösstenteils verschlafen. Denn ohne die Scheinwerfer des Diagnosefahrzeugs ist es auch im Lötschberg nur eines: Dunkel.

Excursion d'un jour à Paris

Dans mes vacances.. comment? Oh, excusez-moi. Natürlich kann ich auf Deutsch über meinen Ausflug nach Paris berichten, pas de problème.

In meinen Ferien war ich unter anderem einen Tag in Paris. Einfach so, am Morgen hinfahren und am Abend wieder im eigenen Bett schlafen. Mit den internationalen Vergünstigungen, die man bei login ab dem zweiten Lehrjahr erhält, ging es also los. Um 05.17 Uhr mit dem TER200 von Basel SBB nach Mulhouse-Ville und dann mit direktem Anschluss ohne Halt bis Paris-Est. Geplante Ankunft: 09.04 Uhr.

Bereits im Bahnhof Basel wurde es hektisch: Im Coop war nur eine Kasse geöffnet, vor mir wollte eine Kundin ein Gipfeli mit der Kreditkarte bezahlen, doch das System schien nicht zu funktionieren. Die Uhr tickte und schon war 05.14 Uhr - Drei Minuten um mein Gipfeli und mein Cola zu bezahlen und dann noch zu den Gleisen der SNCF rennen? Nein, diesen Zug wollte ich auf keinen Fall verpassen. Ich stellte meine Dinge hin und begann zu rennen. Rolltreppe runter, einen laaangen Gang hindurch und dann noch durch den - leeren - Zoll. Das fängt ja gut an...


In Mulhouse gab es am Kiosk im Bahnhof nur eine Packung Madeleines und überteuerte RedBull-Dosen zu kaufen. Besser als halb verhungert in Paris anzukommen.

Das erste Mal Französisch gesprochen habe ich an der Information der Pariser Métro. Doch bereits nach dem Bonjour sprach die nette Frau am Schalter in Englisch zu mir. Irgendwie ein doofes Gefühl, was bedeutet das? Erkennt man bereits an einem simplen Bonjour, dass ich nicht gerade viel Französisch spreche? Ich kaufte das Métro-Ticket, bezahlte und dachte nicht weiter darüber nach. 

Denn jetzt musste ich mich zuerst einmal zurechtfinden. Welche Métro bringt mich jetzt zum Eiffelturm? Und wann fährt eigentlich die Métro?

Antworten? Ab Paris-Est zur Station Bir-Hakeim kommt man am besten mit der M4 Richtung Porte d'Orléans bis zur Station Montparnasse-Bienvenüe, danach umsteigen zur M6 in Richtung Charles de Gaulle-Étoile bis zur Station Bir-Hakeim. Danach der Wegbeschilderung folgen bis zum Eiffelturm und dabei die unzähligen illegalen Souvenir-Verkäufer abwimmeln. Und schon sieht man:

... la tour Eiffel

 

Nach rund 45 Minuten warten - das Portemonnaie hatte bereits € 8.30 für den Eintritt abgenommen, ging es mit dem Lift auf die zweite Etage.

Die Aussicht war einfach atemberaubend.

Atemberaubend, eindrücklich aber beängstigend zugleich.

In der Champs-Élysées ging dann die Shoppingtour los. Mit der Kollegin, die mich begleitete, ging es in alle möglichen Läden an der Strasse. Ein Besuch in einer grossen amerikanischen Fast-Food-Kette liessen wir uns - selbstverständlich nur wegen des Gratis-WLAN-Zugangs - nicht nehmen.

Nach einem Spaziergang durch die schöne, aber laute Champs-Élysées gingen wir erneut auf die Métro und fuhren zu einer weiteren Shoppingmöglichkeit, dem Einkaufszentrum "La Fayette". Da es dort ebenso eine Filiale der grossen Fast-Food-Kette hatte, informierten wir uns via WLAN und iPhone über die Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe.

Die nächste Carrefour-Filiale war zwar etwas entfernt, mit der Métro wird auch eine solche Entfernung zum Katzensprung.

Nachtessen eingekauft, jetzt kann es in Richtung Gare-de-Lyon gehen, wir steigen in den TGV und kommen ohne Probleme nach Hause. So war der Plan. In Wirklichkeit wurde der Plan etwas hektischer.

Mit der Métro fuhren wir bis zum Bahnhof Paris-Est, also zu dem Bahnhof, an dem wir am Morgen angekommen waren und stiegen dort auf die S-Bahn um. An der nächsten Station blieb die S-Bahn dann stehen ohne weiterzufahren. Keine Durchsagen, keine Haltestellenanzeigen und beunruhigt aussehende Passagiere liessen uns ebenfalls unruhig werden. Wann geht die Fahrt weiter? Erreichen wir jetzt noch unseren Zug? 

Wir stiegen aus der stehenden S-Bahn aus und uns kamen Polizisten mit Hunden entgegen. In grosser Hektik stiegen wir in die S-Bahn ein, die ebenfalls an der Gare-de-Lyon fuhr und noch zu verkehren schien. Schlussendlich erreichten wir um ca. 17.45 Uhr den Bahnhof und rannten quer durch den Bahnhof zu unserem TGV mit der Abfahrt um 17.58 Uhr. 

Ein erlebnisreicher Tag: Paris ist eine, an touristischen Orten, schöne und interessante Stadt. Es lohnt sich, Paris einmal zu besuchen, auch wenn es nur ein Tagesausflug ist. ;-)

«Warum verteilet dir Gratis-Tageschartene?»

 

Vor einer Woche war ich für die BLS an ihrem Stand an der Ferienmesse Bern. Um 8.30 Uhr traff ich Coach Martin, welcher ebenfalls seinen Einsatz in Bern hatte, und Alina, eine Lernende und gute Kollegin von mir.

Zusammen gingen wir auf das Gelände der Ferienmesse und in die Halle zum Stand der BLS. Wir wurden nicht gross instruiert, es galt einfach, viel Wettbewerbstalons zu verteilen, Ferienprospekte den Besuchern abzugeben und sie bei Fragen über die BLS kompetent zu beraten.

Um 10.00 Uhr öffnete die Ferienmesse und die ersten Besucherinnen und Besucher strömten hinein. Die ersten Wettbewerbe wurden ausgefüllt, die ersten Prospekte mitgenommen und wir konnten uns langsam unseren Werbespruch zurechtbiegen und an den ersten Kunden ausprobieren. Mein Werbespruch lautete etwa: «Bim Wettbewärb vor BLS giz e Städtereis uf Lyon und aus erschte Pris e Städtereis uf Prag z'gwinne – Sit dir interessiert?»

Den ganzen Morgen verteilte ich Wettbewerb um Wettbewerb und half ab und zu auch bei den Wettbewerbsfragen. 

Nach der Mittagspause half ich den Besucherinnen und Besuchern beim Ausfüllen des Wettbewerbs. «Die erschti Antwort heit dir diräkt vor euch.. Genau, Lyon isch di erschti Antwort. Di zwöiti Antwort finget dir hie uf däm Flyer.. Exakt, es si Swiss und Czech Airlines. Di dritti Antwort suechet dir am gschidschte uf üsere Lötschbärgercharte, ussert dr Begriff 'Lötschbärg' chöm öich bekannt vor..? - Mhm, das isch richtig: Dr Lötschbärger fahrt Bärn-Spiez-Kanderstäg-Goppestei-Brig und Bärn-Spiez-Zwöisimme. Die vierti Ufgab müesst dr nid unbedingt mache, die isch freiwiuuig und d'Antwort uf die füfti Frag finget dir uf üsem Outo dert hinger im Egge. Mir hei 2010, 50 Jahr weniger, genaau, git 1960.»

Irgendwann begannen ich und Alina, den Kindern Spielbillette und Ballone an die Kinder zu verteilen. Die Kinder hatten enorm Freude daran, wenn sie etwas Süsses aus der WhiteBull-Tasche ziehen durften. 

Ein Mann sprach mich plötzlich mit empöhrter Stimme an:

«Dir, d'Priise gö immer wie meh ufe und was machet dir? Verteilet Tageschartene ad Ching?? Darf me wenigschtens o so eini ha?»

Ich musste aufpassen, das ich nicht begann, zu lachen.

«Dir chöit natürlech gärn es Chinderbillett ha, dir müesstet eifach no es gwöhnlechs Billett drzue löse..»

Der Mann schaute zuerst verwundert auf das Kinderbillett, das ich ihm entgegenstreckte und sagte dann: «Nenei, scho guet. Ade.» und ging.

Es ging dann gegen den Abend zu und Alina und Martin, die sich vorher noch nie gesehen hatten, begannen, sich gegen mich zu verbünden. Plötzlich sagten sie mir dauernd «Wüescht», was mich zuerst immer komplett aus dem Konzept brachte. ;-)

Auf jeden Fall war die Ferienmesse eine coole Erfahrung und ich freue mich jetzt noch auf die letzten Tage an der Junior Station Langnau.

login-Outdoor (Teil 2)

Am nächsten Morgen wurden wir dann alle gegen 8 Uhr wach, standen auf und gingen zum Frühstück, welches wir ja auch mühsam (!) den Berg heraufschleppen mussten. ;-)

 

Nach dem Frühstück wurde uns bereits eine weitere Teamaufgabe gestellt:

Das Haus musste geputzt werden und wir sollten dies selbstständig organisieren.

 

«Wer will hier vorne aufschreiben kommen?», fragte Ausbildungsleiter Roli. Da sich auch nach langer Zeit niemand meldete, "opferte" ich mich.

 

Und so stand ich vorne an der Tür, wo das Flipchart angebracht war und versuchte, alle Aufgaben zu sammeln und zu organisieren. 

Es war ein wildes Durcheinander und auch nach 10 Minuten waren wir nicht weiter als am Anfang. Am Schluss stand ich nur noch da und hörte zu. 

 

Der Ausbildungsleiter Andreas Schelbert griff dann ein: 

«Ein Kompliment: So lange wie ihr hat noch niemand gebraucht!»

 

Die meisten von uns waren etwas schockiert über diese Aussage, so dass es dann etwas zügiger voranging mit der Organisation. Fünf Minuten später hatten wir die Aufgaben dann tatsächlich organisiert und waren nach rund 50 Minuten («schneller als andere») fertig.

 

Gemeinsam füllten wir noch einige Blätter in unserem "Fil Jaune" aus, welchen wir bereits in der Login-Woche erhalten hatten, dann stand auch schon die nächste Aufgabe an.

 

Das Spinnennetz

Durch das Spinnennetz, welches in einem kleinen Holzschuppen unterhalb des Hauses angebracht war, mussten alle Teilnehmer des login-Outdoor hindurchkommen, ohne ein einziges Mal das Netz zu berühren. Die Löcher im Spinnennetz waren zum Teil grösser, zum Teil kleiner. Bei einer Berührung müssen alle, die auf der rechten Seite stehen (also bereits durch das Netz sind) wieder zurück.

 

So lautete die ursprüngliche Aufgabe.

 

Durch unser hektisches Vorgehen waren wir auch nach 10 von 60 zur Verfügung stehenden Minuten immer wieder beim Start angekommen. Die Spielregeln wurden geändert: Nach zwei Personen gibt es einen Punkt. Wenn jetzt jemand das Netz berührt, müssen nicht mehr alle zurück zum Start, sondern der Punkt wird eingesetzt. Bei vier durchgeschleusten Personen gibts zwei Punkte und so weiter und so fort.

 

Nach genau 48 Minuten und etlichen Berührungen waren schlussendlich alle durch das  Netz geschleust ausser ich. Doch ich hatte vorgesorgt und mir ein etwas grösseres Loch reserviert, so dass schlussendlich auch ich noch (mit meinen 1.96m) problemlos durch das Loch kam und wir die Aufgabe als beendet abhaken konnten.

 

Nach dieser Aktion ging es auch schon bald an die Abreise: 

Mein Rucksack fühlte sich viel schwerer an als er war, meine Schuhe fühlten sich ebenso schwerer an als noch am Vortag. Ich fühlte mich müde, aber glücklich.

Die Heimreise war dann schlussendlich nicht mehr sooo spannend. Kurz vor dem Bahnhof gab es dann auch noch einige Fotos und der "Spuk" war vorbei.

 

login-Outdoor: viel erlebt, viel gelernt, viel profitiert.

 

Zum Schluss noch einige Impressionen vom zweiten Tag...

Wegweiser

Links oder Rechts?

Regenwasserbach.

Brücken schlagen

Bach

See

Die gesamte login-Outdoor Crew

Danke an Mirjam und Martin (Coaches der JS), welche mich soeben auf Schreibfehler hingewiesen haben. Übrigens: Diese sind extra und ergeben geheime Botschaften. :-)

login-Outdoor (Teil 1)

«Unser Schulzimmer ist für zwei Tage in der Natur. Wir wollen gemeinsam in der freien Natur lernen. Sonne, Regen, Schnee, Wolken und Wind werden unsere Begleiter sein. Deine Qualitäten als LebensunternehmerIn sind gefragt. Schwierigkeiten werden wir im Team meistern.»
Diese Sätze standen gleich am Anfang der Einladung zu "login-Outdoor", welche ich letzten Monat erhalten habe.

«Treffpunkt: Brünig-Hasliberg» stand ebenfalls noch in der Einladung und gleich darunter «Mitnehmen: Warme Kleider». Es wird also kalt werden.

Zeit:                   09:20 Uhr
Ort:                    Thun
Location:          SBB Bahnhof
Temperatur:     10 Grad

Zusammen mit einem weiteren loginler, Davis, warte ich in Thun auf den Zug Richtung Interlaken, mit dem Fernziel Brünig-Hasliberg. «Freust du dich?» frage ich ihn. «Naja, eigentlich schon. Es ist aber trotzdem etwas komisch, schliesslich wissen wir alle nicht genau, was auf uns zukommt.».

Der Zug fährt ein und wir treffen in Spiez auf weitere login-Lernende aus dem Wallis und dem Kandertal, welche ebenfalls mit uns ins Outdoor fahren.

Wir fuhren am Thunersee entlang und trafen in Interlaken Ost auf den restlichen Teil der Gruppe. Dort mussten wir nämlich umsteigen, auf den InterRegio nach Meiringen – Brünig-Hasliberg – Luzern. Mit diesem Zug fuhren wir dann auf die Brünig-Passhöhe herauf.

Zeit:                 10.56 Uhr
Ort:                  Brünig-Hasliberg
Location:        Ehemaliger Wartsaal des Bahnhofs
Temperatur:   viel wärmer als draussen

Wir sind auf Roli getroffen. Er erzählt, er habe schon sehr viele Outdoor's geleitet und sei trotzdem immer wieder gespannt auf die Ergebnisse am Schluss der zwei Tage. Ausbildungsleiter Andreas Schelbert ist ebenfalls mit von der Partie. 

Wir werden gebeten unsere Handys auszuschalten, und uns vorzustellen. Nachdem wir von allen den Namen einmal gehört haben, geht es wieder nach draussen.

Zeit:                 11.40 Uhr
Ort:                  Brünig-Hasliberg
Location:        Vor dem Wartsaal
Temperatur:   kalt

Gleich geht der Fussmarsch los. Roli hat angekündigt, dieser werde, bis zum Erreichen des Nachlagers, etwa vier (!) Stunden dauern. Wir würden diesen Marsch jedoch nicht «en bloc» sondern etappenweise in Angriff nehmen und schlussendlich nicht das Gefühl haben, wir seien insgesamt vier Stunden gewandert.

«Jetzt gibt es die erste Aufgabe. Eine von vielen in diesem zweitägigen Outdoor. Sobald ihr euch in Zweiergruppen zusammengestellt habt, erhält eine Person eine Augenbinde. Danach werden wir weiterwandern. Die Person ohne Augenbinde wird die Person mit Augenbinde über Stock und Stein führen. Nach einer gewissen Zeit werden wir wechseln.»

Weil die Gruppenanzahl nicht gerade ist und man so nicht 2er-Gruppen bilden kann, entsteht eine 3er-Gruppe. Ich habe das Vergnügen, gleich zwei Ladies führen zu dürfen. Eine sehr anspruchsvolle Aufgabe. Schliesslich müsste ich theoretisch für zwei sehen können, als Ersatz aber für zwei reden können. 

Als die Rollen getauscht werden, beginnt für mich die Zeit der "Blindheit". Nichts zu sehen und dabei noch eine Bahnlinie überqueren sowie über einen Weg mit vielen Schlaglöchern laufen ist eine echte Herausforderung! 

«Jetzt kommt ein flaches Stück, da kannst du alleine laufen.» – Meine zwei Führerinnen waren gemein. Ich lief im "zigzag" auf der Strasse herum und meine Begleiterinnen sagten nur: «Hast du etwas getrunken? Du kannst ja keinen Schritt gerade laufen!»

Wie denn auch? Ohne etwas zu sehen ist schon ungewohnt. Dazu auch noch den Orientierungssinn zu behalten, nachdem man sich x-mal im Kreis gedreht hat, ist noch ungewohnter.

Zeit:                  12.00 Uhr
Ort:                    Lungern (OW)
Location:          Im Wald
Temperatur:    warm, die Sonne scheint ein wenig

Auf einem kleinen Hügel mitten in der Landschaft machten wir dann einen Halt.

«An der Felswand auf der anderen Seite des Hügels werden wir abseilen. Ihr erhaltet zusätzlich noch andere Aufträge, die alle bis 15.30 Uhr erledigt werden müssen: Platz mit einer "Plache" decken, Tee kochen sowie Gabeln für alle Personen schnitzen, in der Unterkunft hat es nämlich keine Gabeln.»

Fast alle Aufträge konnten wir sehr zufriedenstellend abschliessen. Fast. Wenn da nicht die Gabeln gewesen wären, welche leider entweder aussahen wie Spiesse oder wie Mörser.

Um 16.00 Uhr - nach der Auswertung der Aufgaben gingen wir weiter bis zum Bahnhof Lungern.

Dort erhielten wir neue Aufträge:

  • - Mit CHF 150.– ist ein Nachtessen und ein Morgenessen für alle Teilnehmer zu organisieren. Die Bedienungen beim Nachtessen sind: 3 Gänge und ein benützter Grill.
  • - Die Route von Giswil zu der Unterkunft (Rüteli) selber finden, ausgerüstet mit Karte, Kompass und Funkgerät

Mit dem Zug fuhren wir dann von Lungern nach Giswil, wo mir eine Arbeitskollegin per Telefon bestätigt hat, dass es im Rüteli wirklich keine Gabeln habe. Ich meldete dies dem Verantwortlichen für den Einkauf, damit das Menü entsprechend gestaltet werden konnte.

Nach einer heissen Schokolade in einem Restaurant, ging es an den Einkauf. Dieser ging eigentlich sehr zackig vor sich und am Schluss blieben noch einige Franken übrig.

Wie sich später herausstellte, hatte aber die Gruppe, welche für das Brot verantwortlich waren, noch einen Kassabon unterschlagen. Schlussendlich haben wir unser Budget um CHF –.55 überzogen, was selbstverständlich einen Lehrgang nach sich zog.

Zeit:                 in der Dunkelheit
Ort:                  Giswil
Location:        Mitten auf dem Feld
Temperatur:   warm, wir sind sehr schnell gegangen bis jetzt

Die Gruppe beginnt zu murren. Die Füsse schmerzen, der Rucksack mit den persönlichen Dingen und den Einkäufen für die Gruppe tun den Schultern nicht gut. Wir laufen genau 1 Stunde und 15 Minuten, bis wir das Rüteli erreichen. Eine sehr schnelle Zeit und die gesamte Gruppe ist froh, dass diese Aufgabe erreicht wurde.

«So, der nächste Treffpunkt befindet sich hier, unter dem See.» sagte mir Andreas Schelbert nach der Ankunft. Ich war etwas begriffsstutzig und bemerkte erst nach meinem «Ä-ä?», dass er mich nur ver.... wollte. Im Nachhinein muss ich darüber nur noch schmunzeln.

Zeit:                 21.30 Uhr
Ort:                  Giswil
Location:        Rüteli, in einer Hütte ohne Strom
Temperatur:   22 Grad

Endlich in der Wärme gab es um 21.30 Uhr das Nachtessen. Ohne Gabeln.

  • Vorspeise:
    Buchstabensuppe
  • Hauptspeise:
    Müscheli mit Tomatensauce, Cervelat
  • Dessert:
    Vanille-Crème

Bis auf das Dessert, welches leider falsch zubereitet wurde, war eigentlich alles geniessbar. :-)

Um 00.10 Uhr w(a/ä)r(e) dann die Nachtruhe (gewesen).

Den zweiten Teil des Outdoor-Berichts gibt es in Kürze. . . .

Da war das Wetter noch schön...

Die Sonne heizte alle auf. Energie tanken für Regenzeiten.

Bei einem kleinen Zwischenhalt ging es an die Tagebucheinträge

"Blinde" Leute zu führen ist gar nicht so einfach!

Das Bahngleis der Zentralbahn überquerten wir auch mehrere Male

"Alles ok! Es kann losgehen!"

Jeder und Jede traute sich die Felswand hinunter!

Sooo hoch war die Wand ja auch gar nicht.

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