Christian Hauser
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Promi an der JS Langnau
Viele kennen die login-Werbung: "Verkaufte Renzo ein GA, habe jetzt sein Föteli".
Heute erging es mir ähnlich: Nachdem ich mit der Frühschicht begonnen hatte kam im Verlauf des Morgens ein Englisch sprechender Mann an den Schalter und wollte einen Fundgegenstand abholen.
Was mich verwunderte: Auf dem ausgedruckten Mail stand nichts über Langnau als Abholort. Vielmehr was Fiesch vermerkt, zusammen mit dem Hinweis, dass man den Gegenstand ab 31. März 2009 abholen könne.
Ich sagte also dem Kunde, ich müsse zuerst auf Fiesch anrufen und abklären, ob der Gegenstand noch dort sei. Als beim Bahnhof Fiesch niemand das Telefon abnahm, fragte ich den Kunden, ob er noch für längere Zeit in der Schweiz bleiben würde.
« Yes, we stay here for 8 months... »
Warum er den Gegenstand dann erst jetzt abholen komme und warum er nicht nach Fiesch ginge, wollte ich ihn fragen. Meine Englischkenntnisse liessen diese Fragen aber nicht zu - so fragte ich nach seiner Handynummer, damit ich ihn anrufen könne, sobald der Gegenstand bei uns sei.
Er willigte ein und schrieb seine Handynummer auf - zusammen mit dem Namen.
Curtis Murphy.
Er verabschiedete sich und ging.
Erst als er gegangen war (und ich kurz nach dem Namen geguugelt hatte), war klar, dass gerade ein "Promi" vor mir gestanden hatte.
Deshalb: Erfolgsstory eines Kaufmann öV: Organisierte den verlorenen Gegenstand von Curtis. Habe jetzt seine Handynummer.
(Zur Beruhigung: Ich habe die Nummer nicht mit nach Hause genommen oder kopiert, o.ä. Sie bleibt in der JS Langnau, wo Sie nach Erledigung vernichtet wird. So, wie bei jedem anderen Kunden auch.)


