login-Outdoor (Teil 2)
Am nächsten Morgen wurden wir dann alle gegen 8 Uhr wach, standen auf und gingen zum Frühstück, welches wir ja auch mühsam (!) den Berg heraufschleppen mussten. ;-)
Nach dem Frühstück wurde uns bereits eine weitere Teamaufgabe gestellt:
Das Haus musste geputzt werden und wir sollten dies selbstständig organisieren.
«Wer will hier vorne aufschreiben kommen?», fragte Ausbildungsleiter Roli. Da sich auch nach langer Zeit niemand meldete, "opferte" ich mich.
Und so stand ich vorne an der Tür, wo das Flipchart angebracht war und versuchte, alle Aufgaben zu sammeln und zu organisieren.
Es war ein wildes Durcheinander und auch nach 10 Minuten waren wir nicht weiter als am Anfang. Am Schluss stand ich nur noch da und hörte zu.
Der Ausbildungsleiter Andreas Schelbert griff dann ein:
«Ein Kompliment: So lange wie ihr hat noch niemand gebraucht!»
Die meisten von uns waren etwas schockiert über diese Aussage, so dass es dann etwas zügiger voranging mit der Organisation. Fünf Minuten später hatten wir die Aufgaben dann tatsächlich organisiert und waren nach rund 50 Minuten («schneller als andere») fertig.
Gemeinsam füllten wir noch einige Blätter in unserem "Fil Jaune" aus, welchen wir bereits in der Login-Woche erhalten hatten, dann stand auch schon die nächste Aufgabe an.
Das Spinnennetz
Durch das Spinnennetz, welches in einem kleinen Holzschuppen unterhalb des Hauses angebracht war, mussten alle Teilnehmer des login-Outdoor hindurchkommen, ohne ein einziges Mal das Netz zu berühren. Die Löcher im Spinnennetz waren zum Teil grösser, zum Teil kleiner. Bei einer Berührung müssen alle, die auf der rechten Seite stehen (also bereits durch das Netz sind) wieder zurück.
So lautete die ursprüngliche Aufgabe.
Durch unser hektisches Vorgehen waren wir auch nach 10 von 60 zur Verfügung stehenden Minuten immer wieder beim Start angekommen. Die Spielregeln wurden geändert: Nach zwei Personen gibt es einen Punkt. Wenn jetzt jemand das Netz berührt, müssen nicht mehr alle zurück zum Start, sondern der Punkt wird eingesetzt. Bei vier durchgeschleusten Personen gibts zwei Punkte und so weiter und so fort.
Nach genau 48 Minuten und etlichen Berührungen waren schlussendlich alle durch das Netz geschleust ausser ich. Doch ich hatte vorgesorgt und mir ein etwas grösseres Loch reserviert, so dass schlussendlich auch ich noch (mit meinen 1.96m) problemlos durch das Loch kam und wir die Aufgabe als beendet abhaken konnten.
Nach dieser Aktion ging es auch schon bald an die Abreise:
Mein Rucksack fühlte sich viel schwerer an als er war, meine Schuhe fühlten sich ebenso schwerer an als noch am Vortag. Ich fühlte mich müde, aber glücklich.
Die Heimreise war dann schlussendlich nicht mehr sooo spannend. Kurz vor dem Bahnhof gab es dann auch noch einige Fotos und der "Spuk" war vorbei.
login-Outdoor: viel erlebt, viel gelernt, viel profitiert.
Zum Schluss noch einige Impressionen vom zweiten Tag...
Danke an Mirjam und Martin (Coaches der JS), welche mich soeben auf Schreibfehler hingewiesen haben. Übrigens: Diese sind extra und ergeben geheime Botschaften. :-)
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