Wenn Kunden deinen Einsatz schätzen
Es gibt Tage, da sieht man auch die kleinsten Dinge im Leben. Und wenn Kundinnen und Kunden eine solche Kleinigkeit entdecken und einem dafür danken oder sich eventuell darüber beschweren, erstaunt es mich oft. So auch in folgender Situation:
Eine ältere Kundin, welche nicht mehr so gut zu Fuss ist, steigt in Ramsei vom Bus aus Langnau auf die S44 nach Burgdorf-Bern-Thun um. Die S44, welche von den Niederflur-Nahverkehrs-Pendelzügen (NINA) der BLS AG gefahren wird, ist wie der Name es sagt, ein Niederflurfahrzeug. Das Problem jedoch besteht darin, dass das Perron im Bahnhof Ramsei noch nicht der neuen Norm entspricht, welches einen stufenlosen Eintritt in die Niederflur-Fahrzeuge ermöglichen sollte.
Vor dem Umbau des gesamten Bahnhofs, welcher auf 2014 angesetzt ist, wird sich diese Situation wahrscheinlich auch nicht verändern.
Die aus- und einsteigenden Fahrgäste auf die S44 werden weiterhin die Höhendifferenz zu spüren bekommen. Nun haben wir aber in Ramsei einen transportablen Tritt, welchen wir jeweils vor den vordersten Fahrzeugeingang platzieren und so wenigstens einen angenehmen Eintritt ins Fahrzeug ermöglichen könn(t)en.
Vor kurzem sagte mir nun eine Kundin:
«Wasi nech scho lang ha wöue säge: Merci für das härästeue vom Tritt – mit däm macht ds Bahnfahre scho gad wider meh fröid.»
Das Kompliment nahm ich so zur Kenntnis (man kann auf ein solches Kompliment schlecht mit “das isch scho so” antworten), bedankte ich und die Dame war weg. Für mich ist es eine Selbstverständlichkeit, den Tritt vor den Eingang zu platzieren.
Es kostet nichts, macht nicht viel Mühe und vor allem die älteren Reisenden schätzen diesen Service sehr.
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KV-öV-Lernende 2.Lehrjahr
Hey Chrigu Ich finde du hast Recht, es gibt kaum etwas Schöneres in unserem Job als merken zu dürfen, dass unsere Arbeit anerkannt und geschätzt wird! Ich hatte vor ca. einem Monat ein ähnlich schönes Erlebnis: Eine ältere Kundin brauchte einen komplizierten Fahrplan an einen Ort in die Ostschweiz mit ca. 5 Vias. Ich habe mir eine Viertelstunde Zeit genommen um mit ihr zu erörtern, was für sie die beste Variante ist, was sie extrem toll fand. Sie wollte am Ende wissen, was das denn koste, und ich sagte ihr natürlich dass wir Fahrpläne gratis ausstellen. 5 Minuten später kam sie wieder und schenkte mir einen Toblerone-Riegel. Super oder? Ich wünsche dir weitere tolle Erlebnisse in deinem Job! glg aus Biglen Sue