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Blog Markus Trachsel

Home, Sweet Home

Ich bin wieder daheim. Mit 1'500 Fotos, einem Diplom, vielen unvergesslichen Erinnerungen und einem Mega-Jetlag im Gepäck.

Wie Ihr bereits wisst: wir haben den 5. Platz gemacht. Eigentlich eine tolle Leistung angesichts der 28 Mitkonkurrenten und des Pechs, das wir hatten. Aber doch ein wenig enttäuschend, zumal es zwei dritte und keinen vierten Platz gab, so dass wir nur ganz knapp am Podest vorbeigeschrammt sind.

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WM-Qualität?

Ich war etwas geschockt vom Niveau der WM, was die Dokumentation und das vorbereitete Material anging. Die schlechte Qualität der Komponenten, die Fehler in den Aufgabenbeschrieben, falsche Schraubentypen und Sensoren – alles liess sehr zu wünschen übrig. Auch andere Berufsgruppen hatten grosse Probleme.

Was aber nicht heisst, dass ich es nicht sehr genossen habe. Das ganze Event war Weltklasse. Angefangen vom Pre-Camp in den Rocky Mountains, wo wir Schweizer endgültig zu einem grossen, tollen Team zusammengeschweisst wurden. Neben der obligatorischen Sophrologie, diesmal aufgepeppt mit Qi-Gong, gab es Kanu- und Kajakfahren, Wandern, Biken in einer unvergleichlichen Kulisse.

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Auf nach Calgary

Dann zügelten wir nach Calgary und wir waren überwältigt von der bombastischen Eröffnungsfeier. Einen kleinen Ausschnitt bietet das folgende Video:


Dann begann der Wettbewerb, über den ich ja nicht mehr berichten muss. Was toll war, dass meine Familie mit dabei war, die ich wenigstens zwischendurch mal sehen konnte. Nachdem ich in den Monaten zuvor so wenig daheim gewesen war, war es toll, dass sie bei so einem wichtigen Anlass dabei waren.

Nach der letzten Aufgabe ging das Schweizer Team zusammen essen; es war ein Riesenplausch. Alle waren erleichtert und glücklich, es hinter sich zu haben. Natürlich ging es hinterher noch in den Ausgang.

Doch noch auf dem Podest
Ein weiteres Riesenhighlight war die Abschlussfeier trotz der Enttäuschung über unserer Platzierung. Wir hatten es ja im Vorfeld geahnt, von daher flossen keine Tränen. Die hervorragende Platzierung der Schweizer Mannschaft als zweitbeste der Welt wurde vom ganzen Team gefeiert, alle sprangen aufs Podest und jubelten. Wir hatten es ja wirklich gut miteinander, alle gönnten einander die Erfolge und es herrschte keinerlei Eifersucht.

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Party

Ohne Unterbruch liessen wir direkt im Anschluss im Festzelt eine Riesenparty steigen. Unsere Polonaise zog alle anderen Nationen voll mit. Ich denke, einige mussten ihr Vorurteil über die stillen Schweizer gründlich überarbeiten…

Am nächsten Tag waren wir Ehrengäste beim Footballspiel zwischen den Calgary Stampeders und den Edmonton Eskimos. Riesenstimmung mit über 40‘000 Zuschauern, aber das Spiel selbst war nicht so spannend wie ich immer gedacht hatte: Es wird 20 Sekunden gespielt, dann gibt es wieder zwei bis drei Minuten Unterbruch. Ausverkauft und trotzdem öde!

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Vancouver

Anschliessend waren noch zwei Tage Vancouver angesagt. Dort machten wir dem Schweizer Konsul sowie dem Schweizer Schützenverein (als Voraussetzung für eine Mitgliedschaft muss man mindestens 50% Schweizer Blut in sich haben) einen Besuch. Ansonsten hiess es: Hardcore-Ausgang, und das alles im feinen Tenü. Als ich am Freitagmorgen nach mehrheitlich verpennten Flügen in Zürich aus dem Flugzeug stieg, grauste es mir fast vor mir selbst…

Riesenempfang daheim
Der Empfang in Zürich war überwältigend. Obwohl wir nur 5. wurden, hatten wir Automatiker den grössten Fanclub. Familie, Freunde, Vertreter/innen der VBZ, des BZI und von login feierten uns. Offizieller Empfang im Alpenrockhouse am Flughafen, dann bei der VBZ und schliesslich noch in Reichenbach, wo das Hotel meiner Eltern mit einem feinen Znacht Mittelpunkt der Feier war. Dazu gab es einen Empfang im Gemeindehaus und einen Umzug durchs Dorf mit Tambouren und Trachtenverein. Ganz grosses Kino!

Und jetzt?
Jetzt mache ich erstmal Ferien und versuche, meinen wahnsinnigen Jetlag loszuwerden. Wache um 4 Uhr morgens auf und bin hellwach! Aber endlich>, wovor ich mich jetzt monatelang wegen der Verletzungsgefahr hüten musste: Skifahren (in Saas-Fee auch jetzt möglich), Fussball, Biken… Am 5. Oktober geht es zurück in den Signalbezirk der BLS, vielleicht wird ja die Weichenheizung doch noch vor dem Winter fertig. Und im März heisst es dann „Achtung, fertig, Markus!

Adieu
Mit meiner Rückkehr endet auch dieser Blog. Ich möchte mich bei allen Leser/innen für ihr Interesse bedanken – allein während meiner Zeit in Calgary haben über 1‘500 Surfer online vorbeigeschaut. Ein grosses Dankeschön auch an all meine Unterstützer: meine Familie, das BZI, die BLS, login, . . ., war eine tolle Zeit, an die ich mich immer gern erinnern werde. Macht’s gut!                

Euer Markus

Einen spezieller Dank geht an:

Adrian Trachsel
Daniel Morant
Martin Bürgi
Peter Weibel
Raoul Abraham
Stefan Schmid

 

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5. Rang für Markus und Marco!

Das Mechatronik-Team erreichte schlussendlich den 5. Schlussrang an den WorldSkills 2009 in Calgary. Eine tolle Leistung!!

Die Schlussfeier der WorldSkills in Calgary

Alles hat ein Ende...

Markus und Marco zeigten uns und vor allem den anderen Kandidaten am letzten Wettkampftag nochmals,
wie Wettkämpfe zu gewinnen wären!

Leider erfüllte die zweitletzte Aufgabe nicht wie gewünscht alle Anforderungen :-( Aber dies hielt die Beiden sicher nicht ab bei der letzten Aufgabe nochmals vollen Einsatz zu geben!

Trotz allen Rückschlägen gratulieren wir euch zu dieser riesigen Leistung und wüschen euch noch ein schöne Reise und gute Erholung in Vancouver.

Stefan Schmid

Der vierte Wettkampftag in Bildern

Ein langer Tag

Nach dem gestrigen Arbeitstag, der erst gegen 23 Uhr endete, starteten unsere Kandidaten am dritten Wettkampftag in den Top five!

Die heutige Aufgabe beinhaltete eine Erweiterung der bestehenden Anlagen. Die Maximalzeit betrug wieder sechs Stunden. Die "Fluidanlage" wurde mit der Station "Trennen" erweitert, welche die abgefüllten Becher mit einem Deckel verschliesst.

Markus und Marco haben die Anlage gegenüber der vorgeschriebenen Maximalzeit, 1.5Std früher fertiggestellt. Sowohl das Publikum wie auch die beiden Schweizer Kandidaten konnten mit Freude feststellen, dass ihre Anlage einwandfrei funktionert. Bis zum Zeitpunkt der Bewertung ihrer Aufgabe waren zwischenzeitlich rund zwei Stunden verstrichen.

Das Bewertungsverfahren nach einem definierten Ablauf, indem die Expertengruppe die Kandidaten zuerst beauftragt, ihre Anlage per Knopfdruck zu starten. Mit Schrecken mussten die beiden Schweizer feststellen, dass die Anlage nur noch teilweise funktionierte. Es ist bis zum Redaktionsschluss sowohl für die beiden Kandidaten wie auch die Zuschauer ein absolutes Rätsel, weshalb die Anlage die gewünschten Funktionen nicht erfüllte.

Bezüglich der Bewertung können keine genauen Angaben gemacht werden, sicher steht jedoch dass eine gewisse Anzahl Teilpunkte dem Schweizerteam zustehen werden.

Wir hoffen auf einen erfolgreichen Wettkampftag. Die Schweizerdelegation drückt den beiden Automatikern die Daumen und wünscht Ihnen gutes Gelingen.


Stefan Schmid

Der dritte Wettkampftag in Bildern

Fehlerhafte Aufgabenstellung...

Das login-Handtuch kam am heutigen Tag auch zum Einsatz. Auf der Anlage verschüttete Wassertropfen mussten getrocknet werden...

Die Stimmung im Schweizer Mechatronics-Team ist auch nach dem zweiten Wettkampftag noch gut.

Dies ist nicht selbstverständlich, da es heute im gleichen Stil weiterging wie gestern. Eine anspruchsvolle Aufgabe musste in nur sechs Stunden gelöst werden. Zudem war die Aufgabenstellung auch heute wieder fehlerhaft, was zu langen Diskussionen zwischen den Kandidaten und Experten führte.

Aus diesem Grund erhielt das Schweizer-Team eine Zeitgutschrift von 40 Minuten. So wurde die Fluessigkeitsabfuellanlage von Markus und Marco auch noch funktionstüchtig. Die beiden sind mit ihrer heutigen Leistung zufrieden.

Herzliche Gruesse aus den windigen Calgary

Michaela und Cornelia Trachsel

Kleine Pannen...

Nach einem relativ entspannten ersten Wettkampftag sitzen wir im Feierabendbier.

Fassen wir zusammen:
Die erste Aufgabe, welche maximal drei Stunden dauerte, wurde von unserem Team mehr oder weniger erfolgreich abgeschlossen.

Nach gut 1.5 Std. wurden alle Teilnehmer zusammengerufen. FESTO hatte versehentlich den falschen Sensortyp bereitgestellt. Dafür ging der Morgen kreativ, chaotisch weiter. Die Aufgabe wurde jedoch entsprechend angepasst und innert nützlicher Zeit zu Ende geführt.

Die zweite Aufgabe wurde erst stark verzögert (nahezu 5 Std. --> siehe Bild) durchgeführt.

5 Stunden einfach warten

Infos und Tagesrangierungen dazu folgen, falls sie publiziert werden, leider erst später.

Im Gegensatz zu anderen Berufen arbeiten unsere Mechatronikerjungs in einer optimal klimatisierten Halle.
Div. andere Berufe arbeiten in grossen, von der Sonne grosszügig beheizten, Festzelten. Jedoch die ganze Organisation und Information ist sehr professionell aufgebaut.

Stefan Schmid

1. Tag in Bildern

Gigantische Eröffnungsfeier

Markus mit seinem Teamkollegen Marco

Die Eröffnungsfeier in der Stampede Arena erreichte noch nie dagewesene Ausmasse!

Bei der Eröffnungsrede wurden als erstes die rechtmässigen Eigentümer des Landes, die "Indianer", begrüsst und geehrt.

Nebst eindrücklichen Reden fand ein riesiges Showprogramm statt. Von Feuerwerk bis hin zur Motorcrossshow...

Nach dem Event hatten wir die Möglichkeit alle Schweizer Kandidaten zu treffen.
Es sind alle froh, dass es morgen endlich soweit ist. Markus selber kämpft zurzeit mit seiner "verlorenen" Stimme... Aber auf diesem Niveau verstehen sich Marco und Markus auch ohne Stimme ;-)

Jedenfalls: gute Besserung und für morgen toi toi toi!!!

Stefan Schmid

Eindrücke von der Feier

Erste News aus Übersee

Calgary, Kanada

das Wettkampfgelände

Seit Freitag, 28.08.09, sind Markus und die anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Schweizer Delegation in der kanadischen Stadt Calgary. Es geht ihnen recht gut.

Morgen beginnen die Weltmeisterschaften!

Der Countdown läuft

 

Am Mittwoch geht der Flieger, und ich bin immer noch in meiner zweiten Heimat Uster. Neben letzten Programmierübungen sind wir dabei, unsere Spuren der letzten Monate zu verwischen und unser Trainingscamp aufzuräumen. Ich kann es kaum glauben, dass es jetzt soweit sein soll.

Unsere Aussichten? Zwischendurch sind wir sehr zuversichtlich, was wir schon alles können. So haben wir zum Beispiel einige der WM-Aufgaben von 2007 besser lösen können als die damaligen Kandidaten. Aber dann fällt uns wieder ein, was wir noch alles hatten zusätzlich üben wollen / sollen… und dann sieht’s ganz anders aus mit unserem Selbstbewusstsein.

Vorfreude
In jedem Fall freue ich mich riesig darauf, dass es jetzt endlich losgeht. Es wird ein Riesenevent mit 250‘000 Zuschauern und einer extrem langen Wettbewerbsdauer: Vom 2.-5. September, also vier Tage lang, werden wir an unseren Aufgaben arbeiten. Am 6. September abends (also am frühen Morgen Schweizer Zeit) erfahren wir an der Schlussfeier unseren Rang.

Mein Stellvertreter
Wie ihr sicher verstehen könnt, werde ich nicht in der Lage sein, während meiner Zeit in Kanada zu bloggen. Aber ich habe eine Vertretung: Stefan Schmid, WM-Sieger von 2001 und derjenige, der mich über Monate hinweg immer samstags trainiert hat, wird in Calgary dabei sein. Er wird dem Webteam von login regelmässig mitteilen, wie es uns so geht. Seine News werden hier veröffentlicht. So bleibt Ihr auch während der WM immer informiert.

Ausserdem gibt es Live-Infos auf www.swiss-skills.ch und www.swissmem.ch, sowie natürlich auf www.worldskills.org.

Ich danke euch, den bisher über 5‘000 Besucher/innen auf meinem Blog, auf jeden Fall jetzt schon herzlich für eure Unterstützung und hoffe, ihr drückt mir in der ersten Septemberwoche fest die Daumen!

Ich bin Viertelmillionär

Unsere Palette mit Werkzeugen ist mittlerweile wohl irgendwo im Atlantik unterwegs. Wir haben alles reingekriegt, 360 kg, das sind ca. 100 kg mehr als unsere Vorgänger. Was nicht heisst, dass wir jetzt mit leeren Händen da sitzen.

In unserem Trainingszentrum in Uster sind nämlich mittlerweile so ziemlich alle Festo-Trainings-Anlagen der Schweiz bei uns versammelt, die zusammen einen Wert von 250‘000 CHF haben. Nicht schlecht, oder? An denen üben wir weiter und machen uns so mit den möglichen Anlagentypen vertraut, denen wir in Calgary begegnen könnten.

Trainieren auch ohne Werkzeuge
Unserer Werkzeuge beraubt, konzentrieren wir uns auf die Programmierung. Unsere letzten Trainings haben uns ermutigt, dass wir gar nicht so schlecht da stehen. Und wir hoffen auf eine schwierige WM-Aufgabe. Denn bei leichten Aufgaben werden wir mit Sicherheit von den Asiaten geschlagen. Die sind spitze im Auswendiglernen und wahnsinnig schnell bei der Anwendung bereits geübter Lösungen. Wenn es aber darum geht, eine komplexe, neuartige Lösung zu finden, haben wir wahrscheinlich ganz gute Chancen. Bis jetzt wurde es jedes Jahr schwieriger und wir hoffen auf wenigstens gleich hohes Niveau wie bei den letzten Weltmeisterschaften.

Arbeitslos?
Übrigens weiss ich gar nicht, ob ich derzeit arbeitslos bin: ab Oktober hat mich die BLS angestellt für die Zeit bis zur RS, aber wie es im September aussieht, konnte ich bisher noch nicht herausbekommen. Dabei wäre es versicherungstechnisch noch ziemlich wichtig, eine Anstellung zu haben. Mal schauen, was passiert, wenn mein Chef aus den Ferien zurück ist.

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