Ich hätte Kosmetiker werden sollen
Am Wochenende war ein weiteres Teamweekend der Berufs-WM-Teilnehmer/innen der Schweiz, diesmal in Tenero im Tessin. Wir haben selten so gelacht: unser Seminarleiter war mehr ein Alleinunterhalter als ein Moderator. Super! Am Ende des Wochenendes hatte ich ganz neue Seiten von mir kennengelernt.
Highlights des Ganzen waren zwei „Mutproben“: mit nackten Füssen in Glasscherben springen und mit der nackten Hand ein Stück Holz durchschlagen. Beides Dinge, die jetzt nicht zuoberst auf meiner Liste „Unbedingt ausprobieren“ gestanden hätten. Aber ich schaffte es dann doch mit heiler Haut rauszukommen. Das Geheimnis besteht nämlich darin, sich einfach zu sagen, dass man es schafft, und dann geht es! Manchmal besser als man denkt: Der Kandidat vor mir bekam seine Holzplatte nicht kaputt und da wurde ich ziemlich nervös, ob ichs schaffen würde. Mit dem Resultat, dass ich so fest draufschlug, dass ich mir die Hand beinahe auf der Tischplatte zertrümmerte. Man kann also auch zu fest zuschlagen…
Im zweiten Teil machten wir einen sogenannten Hirndominanztest: durch ein Analyseverfahren fanden wir heraus, ob wir eher rot (emotional), blau (berechnend), gelb (abenteuerlustig/kreativ) oder grün (konservativ) sind. Marco ist ein „Blauer“ und der Seminarleiter bestätigte, dass er als Automatiker und auch der Informatiker neben ihm typische Berufe für dieses Psychosegment hätten. Dann kamen die „Roten“ dran – laut Seminarleiter typischerweise Kosmetiker und Coiffeure. Dumm nur, dass ich und andere Techniker „Rote“ waren. So schnell ist ein Psychomodell widerlegt!
Umso mehr, als wir dann erklärt bekamen, was passiert, wenn die unterschiedlichen Typen aufeinanderstossen: Eigentlich kommen alle miteinander klar – nur nicht die Roten und die Blauen. Da sind Marco und ich das beste Gegenbeispiel: wir ticken total anders, aber wir sind ein super Team, weil wir uns gut ergänzen.
Insgesamt war es ein toller Anlass und wir hatten wirklich viel Spass. Weitere Bilder gibt es hier.
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