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Tagebuch

Dienstag, 4. August 2009
Heute gings los – pünktlich um 09:30 Uhr trafen wir uns auf dem Bahnhof in Sursee, um den ca. 15 – 20 minütigen Fussmarsch zum Campus unter die Füsse zu nehmen. Auch die Sonne erstrahlte im kräftigen login Gelb und lies hunderte zukünftig Lernende schwitzen. Im Campus wurden als Erstes die Namensschilder und die Zimmerschlüssel bezogen. Kurz nachdem wir unsere Zimmer bezogen haben, mussten wir uns bereits wieder zur Begrüssung im Saal einfinden: Die Ausbildungsleiter wurden begrüsst, das Unternehmen wurde vorgestellt und wir wurden herzlich Begrüsst.

Danach gingen wir erstmal was Essen. Nach langem Anstehen und grossem Gedränge erhielten wir endlich unser Menu. Auf dem Programm stand köstliches Schweinefleisch mit Kartoffelwürfel oder Reis und Curry-Geschnetzeltes als Alternative. Später wurden wir in einzelne Klassen eingeteilt und wurden in den verschiedenen Kompetenzbereichen unterrichtet. Wir kamen erstmals mit dem Begriff „Lebensunternehmer/in“ in Berührung und mussten unsere Gedanken dazu notieren. Wir haben über den Begriff unterhalten und diskutiert,  was genau dahintersteckt. Schliesslich kamen wir zum Schluss, dass ein/e Lebensunternehmer/in eine grosse Handlungsfähigkeit in allen Dimensionen der Kompetenzen besitzt. Er sieht sich selbst als Unternehmen und schreitet selbstbewusst und engagiert der Zukunft entgegen.

Nach dieser sehr interessanten Diskussion erhielten wir einen detaillierten Einblick in den Lehrablauf von login. Wir lernten den Aufbau der Kaufmännischen Grundbildung kennen und haben genau gesehen, was in den nächsten 3 Jahren auf uns zukommen wird. Voller Motivation und Enthusiasmus sehen wir dieser Zeit entgegen und freuen uns auf eine vielseitige und abwechslungsreiche Lehre bei login.

Um 18:00 Uhr war das Nachtessen Angesagt. Mit gestilltem Hunger und vollen Bäuchen fanden wir uns wieder im Schulzimmer für den Unterricht ein. Als Abschluss dieses ersten Tages lösten wir noch ein Kreuzworträtsel, was Fragen über alle Lernende beinhaltete. Nachdem wir gemeinsam des Rätsels Lösung gefunden haben, wurden wir auf ein Glacé eingeladen und konnten den Rest des Abends nach unserem Belieben verbringen. Um 23.00 Uhr gingen wir auf unsere Zimmer und bereiteten uns auf die wohlverdiente Nachtruhe vor. Nun gehe auch ich schlafen und freue mich jetzt schon auf eine tolle und abwechslungsreiche Woche…

Dienstag, 5. August 2009
Heute hatten wir hauptsächlich Unterricht in den berufsspezifische Klassen. Dabei gingen wir nochmals genau auf den „Lebensunternehmer“ ein und vertieften uns in diesem Zusammenhang in die verschiedenen Kompetenzbereiche. Wir besprachen diesbezüglich die Hintergründe und Bewertungskriterien der Berufsbildner. Des Weiteren erhielten wir viele Informationen und Unterlagen zu den Themen Extranet & Webmail, login-Sporttag, Berufskleidung, MAZ und viele weitere. Wir erläuterten unsere Wünsche und Vorschläge für einen „TOP-Berufsbildner“ und studierten die Wünsche der Berufsbildner zum „TOP-Lernenden“.

Am Nachmittag wurden wir in die Projektklassen eingeteilt und beschäftigten uns da unter Anderem mit dem IPERKA-System, das uns bei der Planung und Umsetzung eines Projektes unterstützen soll. IPERKA ist die Abkürzung für Infomation, Planung, Entscheidung, Realisierung, Kontrolle und Auswertung, und es ist ein ideales System für eine optimale Organisation. Nach diesem System arbeiteten wir dann am Projekt „login-Trophy“. Nachdem wir alle Unterlagen dazu erhalten haben, erstellten wir uns ein Programm und ein Ablauf der Reise, die wir morgen antreten werden. Wir notierten unsern individuellen  Fahrplan und schrieben uns die genauen Orte ein, die wir besuchen werden. Diese Arbeit hat sehr Spass gemacht, und wir sind alle gespannt, ob das Konzept realistisch ist und ob man es genau so umsetzen kann, wie es geplant ist.

Donnerstag, 6. August 2009
Heute hatten wir die Aufgabe, das Geplante umzusetzen. Um 8.00 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Bahnhof, wo uns unsere Wege trennten. Voller Elan und Motivation folgten wir unseren Zielen und reisten durch die ganze Schweiz. Ich war mit meiner Gruppe eher in der Region Westschweiz unterweg. Wir besuchten Bern und reisten von dort aus weiter nach Murten, wo wir den schönen Murtensee begutachten konnten. Auf unserer Reise ist jedoch nicht immer alles plangemäss abgelaufen. Gründe dafür waren verpasste Züge, zu viele Menschen, die beim Schiff anstanden und ein technisches Problem seitens der SBB, das uns die Weiterfahrt nach Luzern verhinderte. Wie auch im Berufsleben stehen uns manchmal Steine im Weg, die uns auf unserer Reise aufhalten…

Dennoch hatten wir an diesem Tag wirklich viel Spass, wir konnten uns kennenlernen und bei traumhaftem Wetter die Landschaft geniessen. Auf der Reise hatten wir viele Aufgaben zu lösen, wobei Teamarbeit und Zusammenhalt an oberster Stelle stand. Alles in Allem finde ich die Idee sehr gut, einen solchen Postenlauf zu organisieren, da man sich selbstständig dafür vorbereiten kann und gleichzeitig den öffentlichen Verkehr der Schweiz kennenlernt. Es war ein weiterer gelungener Tag in der login-Woche und hat uns erneut gezeigt, wie spannend und vielseitig die Welt des Verkehrs ist.

Freitag, 7. August 2009
Mein Wecker klingelte heute bereits um 06.30 Uhr, packen war angesagt. Denn Heute Nachmittag reisen wir wieder zurück nach Hause. Jetzt gehe ich gleich zum Morgenessen und dann in den Unterricht in der berufsspezifischer Klasse, später zur Projektklasse, um ein Poster des gestrigen Tages kennenzulernen. Am Nachmittag gehen wir wieder in Richtung Sursee Bahnhof, wo sich unsere Wege trennen werden. Die individuelle Heimreise ist angesagt. Aber ich bin mir sicher, dass jeder einige neue Lernende kennt, die den Selben Weg einschlagen und somit zusammen die Heimreise antreten werden.

Zusammenfassend muss ich sagen, dass ich in der login-Woche eine wunderfolle Zeit verbringen durfte und viele neue Leute kennengelernt habe. Was mich faszinierte, war der Zusammenhalt und der Teamgeist, den wir untereinander bewiesen haben. Wir mussten zusammen Arbeiten, aufgaben lösen, den Unterricht besuchen – und vor allem Spass haben. Ich denke, das ist uns allen gelungen und wir können uns auf die bevorstehenden drei Jahre wirklich freuen…


Autor: Amadeo Colonnello, KVöV, 1. Lehrjahr