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Die Fremdsprachen

Hallo - Salut – Ciao – Allegra

Deutsch – Französisch – Englisch – Italienisch oder sogar Rätoromanisch…

Während der Lehre treffen die Lernenden immer wieder auf die vier Schweizer Landessprachen oder sogar auf weitere Fremdsprachen. Einige geraten dabei sofort in Panik. Andere freuen sich auf die Gelegenheit ihre Kenntnisse einsetzen zu können.

Aleksandar Ilic, Logistiker, 3. Lehrjahr

Ich finde es eigentlich schade, dass ich keine Fremdsprachen kann. Denn ich werde relativ oft angesprochen, sei es auf englisch oder auf französisch. Wenn ich ehrlich bin, dann fällt es mir schon sehr schwer, einen korrekten Satz herauszubringen. Ich finde aber, auch wenn man keine Fremdsprachen kann, irgendwie kann es jeder schaffen, einer Person weiter zu helfen. Die meisten fremdsprachigen Personen sind schon sehr froh, wenn man ihnen probiert zu helfen. Das schätzen viele. Und bis jetzt habe ich noch keine schlechten Erfahrungen gemacht. Denn mit einem Lachen im Gesicht macht man schon vieles gut. Mein Motto in dieser Sache ist, dass man immer freundlich sein soll. Wenn ich aber einmal die Gelegenheit bekomme, eine Sprache zu lernen, dann würde ich diese gerne nutzen. Fremdsprachen kann man immer gebrauchen und helfen einem weiter.

Tamara Giaffreda, KVöV, 3. Lehrjahr

Mit Fremdsprachen habe ich im grossen und ganzen keine Mühe. Ich bin dreisprachig aufgewachsen (Italienisch, Englisch und Deutsch).
Wenn ich am Bahnhof zum Beispiel einen Kunden habe, der italienisch spricht, bediene ich ihn sehr gerne. Englisch zu sprechen bereitet mir auch keine Mühe.
Mein Italienisch und Englisch ist zwar eher Umgangssprache als "Business-like". Aber ich kann mich immer verständigen, da mein Vater mit mir Italienisch spricht und meine Mutter Englisch.
Französisch ist weniger meine Sprache. Ich mochte sie nie wirklich und hatte die letzten zwei Jahre auch kein Französisch mehr in der Schule. Wenn ich französisch sprechende Kunden hatte, leitete ich sie meistens weiter an einen Arbeitskollegen. Die Sprache liegt mir nicht wirklich.

Davis Kwakye, KVöV, 1. Lehrjahr

Da ich in Zweisimmen am Schalter arbeite, hatte ich dieses Semester viel mit Sprachen zu tun.

Weil die Touristen die goldigen Züge der Goldenpass bewundern, kommen sie gerne mal an den Schalter, um ein längeres Gespräch zu führen.

Einmal kam ein Mann an den Schalter, den ich herzlich begrüsst habe. Aber als er mich anschliessend auch begrüsste, traute ich meinem Gehör nicht. Der Mann schaute mich an, als ob es mir nicht gut ginge. Tatsächlich ging es mir wirklich nicht gut, aber nicht weil ich es nicht verstand, sondern weil niemand anderes am Schalter war ausser ich.
Es war nicht chinesisch oder indisch, aber für mich hörte es sich so an. Es war italienisch! In dieser Sprache kann ich nicht einmal sagen, wie alt ich bin oder wie ich heisse.

Nach einigen Versuchen ihm mit der berühmten Körpersprache zu helfen oder besser gesagt ihn zu verstehen, kam ein Arbeitskollege, der kein Problem damit hatte mit ihm Italienisch zu sprechen.

Danja Barth, KVöV, 1. Lehrjahr

Ich habe erst zweimal die Erfahrung mit einem französischen Telefongespräch gemacht und bei diesem war ich als erstes schon ein wenig geschockt. Ich konnte dann aber doch noch den Satz herausbringen bonjour, elle est absent und au revoir. Gerade heute habe ich ein französisches Telefongespräch geführt.

Die einfachen Wörter habe ich ohne Probleme verstanden, im Verlauf des Gesprächs kamen jedoch schon schwierige dazu, die ich nicht mehr Verstand und ich, um einen Rückruf von meiner Berufsbildner bitten musste.

Ivan Grand, KVöV, 1. Lehrjahr

Diese Fremdsprachen...
Ich habe besonders grosse Mühe mit Französisch. Obwohl ich nahe an der Sprachgrenze wohne, komme ich mit Französisch kaum zurecht. Wenn ich mit einem "Welschen" sprechen muss, bin ich sehr überfordert mit der Satzbildung. Dann habe ich "eine Wand" vor mir, die nicht zu durchbrechen ist. Das klingt so etwa wie ein Inder, der Englisch spricht...

À propos Englisch: Diese Sprache beherrsche ich hingegen sehr gut. Englisch zu lernen, macht mir Freude, da es die Weltsprache ist. Wenn ich mit einer Person spreche, dann kann ich das flüssig und ohne Hemmungen.

Zu Italienisch kein Kommentar. Dort kann ich nur "non parlo italiano" und gebe dann weiter.

Mattia Schmid, KVöV, 1. Lehrjahr

Ich bin zurzeit beim Bahnverkehr am Bahnhof Siders und ich habe keinen Kontakt mit der Kundschaft und dem Personal aus dem Oberwallis. Ich kann deshalb Ihre Fragen nicht genau beantworten und ich möchte Ihnen keine falschen Antworten geben. Es tut mir leid, dass ich Ihnen keine Informationen liefern kann.

Loris Pierro, KVöV, 1. Lehrjahr

Leider brauche ich beim Bahnhof Rheineck nicht sehr viele Fremdsprachen, denn es gibt dort fast keine Touristen. Am meisten brauche ich Englisch, denn es gibt in Rheineck zahlreiche Asylanten, die kein Deutsch beherrschen.

Ich freue mich jeweils, wenn ich meine Fremdsprachkenntnisse einsetzen kann.
Speziell peinliche Situationen habe ich bis jetzt noch nie erlebt.

Mevludin Alija, KVöV, 3. Lehrjahr

Hast du sofort Panik und bekommst keinen richtigen Satz zu Stande?
Nein ich bekomme immer einen Satz raus, aber eigentlich nur auf Englisch.

Freust du dich, wenn sich endlich wiedermal die Gelegenheit bietet?
Ich freue mich riesig, wenn ich einen englischsprachigen Kunden am Schalter habe!

Hattest du auch schon witzige oder peinliche Sprachmissverständnisse?
Naja witzige Sprachverständnisse nicht, aber witzige Gespräche schon.

Marina Schwander, KVöV, 1. Lehrjahr

Da Ich momentan im Büro arbeite kommt es selten vor, dass ich Fremdsprachen anwenden muss.
Nur einmal kam ein Telefon von einem Herr, der Französisch sprach. Ich geriet schon etwas in Panik, weil ich eigentlich kein Wort verstand und nicht wusste, was er wollte. Also habe ich Ihm die Handynummer meines Berufsbildners gegeben, da dieser schon von klein auf französisch spricht. So habe ich das Problem gelöst.

Fabio Buri, KVöV, 2. Lehrjahr

Ich habe meine meisten Erfahrungen mit Französisch eigentlich am Schalter gemacht. Da man dort eigentlich nur kurz miteinander kommuniziert, fiel es mir nicht extrem schwer, meine Kenntnisse anzuwenden. Bei längeren Gesprächen fällt es mir allerdings manchmal etwas schwer, meine Französisch Kenntnisse korrekt einzusetzen.

Francesco Musso, KVöV, 1. Lehrjahr

Ich habe das Glück, dass ich fliessend Französisch und Italienisch spreche.

Zudem komme ich auch mit der deutschen und mit der englischen Sprache nicht schlecht zurecht, da mich diese Sprachen interessieren und ich mir überlegt habe, meine Kenntnisse später zu verbessern, wenn ich meine Lehre und meine Matur hinter mir habe.

Valeria Polukhina, KVöV, 1. Lehrjahr

Es kommt fast jeden Monat vor, dass ich auf Leute treffe, die eine andere Schweizer Landessprache sprechen. Bei Italienisch oder Rumantsch suche ich immer nach jemanden, der die Kunden versteht. Zum Glück gibt es genug Mitarbeitende, die mir helfen können. Mit Französisch versuche ich es selber. Aber bis jetzt hatte ich nur ein Mal solche Kunden. Es war sehr peinlich. Die Kunden haben bei mir ein Billet gelöst, als ich in Domat/Ems war. Es lief alles prima. Aber dann kamen sie wieder zu mir an den Schalter. Sie wussten nicht, dass sie umsteigen mussten und darum fuhren sie falsch. Ich habe vergessen es ihnen zu sagen. Zum Glück konnten wir nachher dieses Problem lösen und sie haben doch noch den Zielort erreicht.

Stéphane Musy, Automatiker, 1. Lehrjahr

Im Laufe deiner Lehre bist du in ständigem Kontakt mit anderen Landessprachen. Wie kommst du zurecht?
Ich komme mit Fremdsprachen gut zurecht.

Hast du wegen „sprachlichen“ Missverständnissen schon lustige oder ärgerliche Situationen erlebt?
Ja, einmal im Englischunterricht sollte ich sagen „Ich habe ein Kaninchen“ und ich wusste nicht, wie ich das sagen konnte. Also sagte ich „I'm a rabbit“ statt „I have a rabbit“.

Pedro Miguel Pereira Novo, KVöV, 1. Lehrjahr

Mit Englisch und Französisch komme ich gut zurecht, mit dem Deutschen etwas weniger. Ich denke, in einer solchen Situation würde ich nicht zu fest in Panik geraten und versuchen, verständliche Sätze zu formulieren, auch wenn die Satzstellung und der Wortschatz vielleicht nicht korrekt sind. Ich freue mich, wenn ich keine „Lücken“ habe und die Worte von selbst kommen.

Samantha Borter, KVöV, 3. Lehrjahr

Mit Italienisch habe ich keine Probleme, da ich in Italien aufgewachsen bin. Leider habe ich einige Probleme mit Französisch, da ich diese Sprache nicht so gut beherrsche. Deshalb hab ich auch meistens ein Blackout, wenn ich Französisch sprechen muss.

Aber ich glaube mit der Zeit werde ich das besser hinkriegen.
Hin und wieder verwechsle ich gewisse Wörter, da ich auch viel in Italienisch denke.

Debora Mujiarto, KVöV, 2. Lehrjahr

Ich freue mich jeweils, wenn ich mich mit einem Kunden in einer Fremdsprache unterhalten kann.

Meine Sätze sind zwar nicht immer fehlerfrei, dafür kann ich ständig dazulernen.

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Erscheinungsdaten 2012

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